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FEDERAL CHAMPIONSHIPS 2008

Interview Anna-Sophie Fiebelkorn

In Warendorf waren Imperio und Sie der absolute Ganzpunkt der Bundeschampionate. Wie haben Sie das Turnier erlebt?

Warendorf war in diesem Jahr ein verdammt hartes Pflaster. Das Starterfeld mit den erfolgreichen WM-Pferden Desperado, Silberaster und vielen anderen war sehr stark. Imperio hat sich in der Zeit von den Weltmeisterschaften der Jungen Pferde bis zum Bundeschampionat weiterentwickelt. Er hat noch mehr Spaß an der Arbeit bekommen und ist insgesamt gefestigter in das Turnier gegangen. In Warendorf selbst war er einfach der Liebling der Herzen. Wenn ich trainiert habe, standen etliche Menschen am Viereck und haben zugeschaut. Im Viereck selbst hat man die Gänsehaut der Menschen spüren können und als viele Leute dann sogar Tränen in den Augen hatten, war das schon ein ganz bedeutendes Erlebnis. Mir kullerten selbst vor Jahren Tränen über die Wange, als Poetin auf der Weltmeisterschaft lief, jetzt weiß ich, was für eine Ehre es ist, so ein tolles Pferd reiten zu dürfen.

Sie mussten als letzte Starterin und haushohe Favoritin ins Finale einreiten. Der Sieg wurde quasi erwartet, der Druck war riesengroß. Was ging Ihnen vor und während ihres Siegesrittes durch den Kopf?

Vor dem Ritt habe ich mir zwei Starter angeschaut und bin dann in den Stall zu Imperio gegangen um ihn selbst einzuflechten. Es ist mir sehr wichtig vor so einem wichtigen Start noch mal Zeit mit dem Pferd zu verbringen, in Ruhe die Aufgabe zu durchdenken und mich zu konzentrieren. Da ist das Einflechten eine Art Ritual. Auf dem Abreiteplatz heißt es dann einfach sich zu konzentrieren und während des Rittes sehe und höre ich nichts anderes als mein Pferd und mich und vielleicht noch meinen Trainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen. Imperio wusste, dass es drauf ankommt. Ich habe immer von Lektion zu Lektion gedacht und hatte ein unheimlich harmonisches Gefühl während der Prüfung. Als die Zuschauer dann so viel Beifall nach der letzten Grußaufstellung spendeten, wusste ich, dass es wirklich gut gewesen sein muss.

Wie würden Sie Ihren Sportpartner Imperio beschreiben?

Er ist ein wahnsinniges Charakterpferd. Er kennt seine Menschen und tut alles für seinen Reiter. Dabei ist er super brav, leistungsbereit und talentiert. Ein Ausnahmepferd, was man nur ein, zweimal im Leben unter dem Sattel hat.

Wie sieht die Zukunft mit dem Hengst aus, werden Sie ihn weiterreiten?

Es gibt nun natürlich viele Interessenten – aus dem In- und Ausland. Das ist das Leid eines jeden Berufsreiters, dass die guten Pferde schnell verkauft werden. Natürlich hoffe ich auf eine Konstellation, bei der Imperio weiterhin auf dem Gestüt Hörem aufgestellt ist und ich in reiten darf.

Sie reiten meist Hannoveraner. Wie ist es nun einen Trakehner unter dem Sattel zu haben?

Imperio ist tatsächlich mein erster Trakehner. Für mich verkörpert er die moderne Trakehner Zucht. Er ist edler Vererber und Sportpferd zugleich. Prinzipiell hat ein Pferd für mich keinen Brand, wenn es viel versprechend ist. Es gibt viele gute Trakehner wie zum Beispiel den Elfado von Petra Wilm, der auch auf dem Bundeschampionat gelaufen ist. Solche Pferde müssen systematisch gefördert werden und können dann auch vorne mitgehen. Ich reite auf jeden Fall immer wieder gerne Trakehner.

Hier geht es zu den Impressionen der Veranstaltung.

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